Sprachenaustausch – London/Berlin

Einen Sprachenaustauschpartner zu finden kann dir eine Große Hilfe sein, wenn es darum geht, eine neue Sprache zu lernen. In diesem Artikel beschreibe ich wie vor einigen Jahren aus einerm online Sprachtandem ein Sprachaustauschurlaub wurde.

Ich bin Moderatorin in einer Gruppe bei Xing, in der es ums
Sprachenlernen und Sprachenaustausch geht.

Ich clicke oft auf den Profilen von neuen Gruppenmitgliedern, um sie willkommen zu heißen, um zu sehen, was für Sprachen sie können und vielleicht auch, an was für Sprachen sie interessiert sind. So kam ich auf Sarahs Profil.

Unter “ich suche” stand “language exchange (German-English)”. Ok, das würde gerade passen, denn ich suchte damals auch die Gelegenheit, um mein Deutsch zu verbessen. So habe ich eine kurze Mail an Sarah geschrieben.

Sarah schrieb zurück, aber zu dieser Zeit war bei mir viel los, und sie musste dann lange auf eine Antwort von mir warten. Als ich dann eine Mail bekam, in der sie fragte, ob ich immer noch beschäftigt sei, hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich Interesse an diesem Sprachtandem hatte. Irgendwie war ich froh, dass sie nicht aufgegeben hat! Sarah nahm zu der Zeit an einem Englischkurs teil, und ich wollte irgendwann mein Deutsch beruflich verwenden, oder längere Zeit in Deutschland leben – so konnten wir einander
gegenseitig helfen.

Dann fingen wir an, häufiger zu schreiben. Sarah hatte schon vor, nach London zu kommen, und wir haben uns vorgenommen, uns
währenddessen kennenzulernen. Ich finde es immer spannend, Menschen aus meinem virtuellen Leben zum ersten Mal kennenzulernen, und da wir inzwischen viele Mails geschrieben hatten, machte ich mir keine Sorgen, dass uns der Gesprächstoff fehlen würde.

Wir trafen uns vor meinem Büro und gingen in einer Bar in der Nähe, wo man auch essen kann. Wir hatten einen schönen Abend zusammen und nach dem Essen entschieden wir, ein wenig herumzuspazieren. Wir redeten bis es spät wurde, und ich bekam meine Lieblingsschokoladensorten aus Deutschland – da gibt es so viele schöne Sachen, die man hier nicht bekommt!

Der Abend hat Spaß gemacht, und wir haben uns entschieden, einen Sprachenaustausch zu machen – ich würde nach Berlin fliegen, ein paar Tage dort bei Sarah verbringen, dann würde sie mit mir nach London zurückkommen. In Deutschland sollte Deutsch gesprochen und in England Englisch. Der zweite Teil hat mir die meisten Sorgen vorbereitet – ob Sarah es bei mir mögen würde, was sie gern essen würde, und solchen Sachen, aber es war alles unkompliziert und ungezwungen, und ich hätte mir keine Gedanken machen müssen!

Als ich in Berlin gelandet bin war ich gespannt, wie es sein würde. Mein fünftes Mal in Berlin!

Ich mag es, in der anderen Sprache unterzutauchen, mich zu fordern und eine Zeitlang kein Englisch sprechen zu müssen!

Aber ich hatte nicht viel Zeit für solche Überlegungen – Sarah und ihr Verlobter (jetzt Ehemann) warteten auf mich, und der Abenteuer sollte bald beginnen!

Ich werde nicht alles auflisten, aber ich kann sagen, dass die Zeit sehr schnell vergangen ist. Sogar unter Freundinnen könnte ich nicht mit jeder eine ganze Woche verbringen, umso erstaunlicher dass es mit jemandem so gut geklappt hat, die ich nur einmal getroffen hatte. Aber Aufgrund der vielen Mails hatten wir uns ziemlich gut
kennengelernt.

Ein besonderer Höhepunkt war unser Ausritt. Wir beide mögen Pferde, und Sarah hat einen Ausritt für uns organisiert.

Die Pferde waren sehr schön und sie haben die Strecken, wo wir gallopieren konnten, genauso sehr wie wir genossen.

Wir gingen auch mit Sarahs Mutter im berliner Modellpark, wo wir unser eigene Führung hatten, und ein Mann vom Personal alles erklärt und mir die Gebäude gezeigt hat. Das war cool!

In Deutschland gibt es vielen leckeren Sachen, die ich hier nicht bekommen kann, so gingen wir zum Supermarkt, um meine
Schokoladevorräte aufzustocken (Jogorette, Kaffeefüllung, Mangofüllung usw).

Und Wasabikäse – das habe ich hier auch nicht gefunden! Das ist immer so eine Sache, die vielen leckeren Käsesorten, die auf dem
Frühstückstisch kommen, und Sarah hatte für eine gute Auswahl gesorgt!

Am ersten Abend sind wir auf meinem Wünsch nach Kreuzberg zu einem türkischen Restaurant gefahren, weil mir türkisches Essen so gut schmeckt.

Die Zeit verging viel zu schnell und nach 3 Tage ging es wieder in Richtung London.

Wir wurden vom Flughafen von Freunden abgeholt, die sich um meinen Hund (Cindy) gekümmert haben. Sie hatte sich gefreut, mich
wiederzusehen, und Sarah hat während den nächsten Tagen viele Bilder von ihr geknippst!

Wir gingen in die Stadt, zum Park, ins Kino, haben einen DVD Abend bei mir gemacht…haben viel gelacht und vieles über einander und das Leben in jeweils anderen Land gelernt.

Besonders in London und manchen anderen Großstädten kann man viel gutes, indisches Essen hier bekommen, und das wollte ich Sarah zeigen. Wir haben auch im Garten gegrillt – das heißt, da ich dem berüchtigten englischen Wetter nicht traute, wurde drinnen gegrillt und draußen gegessen!

Es war kein strukturiertes Sprachentraining, aber mir war vom Schüleraustausch als ich 16 war schon klar, dass man sich viel aufschnappt, wenn man einfach Spaß hat und die Sprache ständig um sich hat. Sprechen war damals meine Schwäche, weil ich mir zu viele Sorgen um mögliche Fehler gemacht habe, so habe ich es genossen, das zu üben.

Es fühlte sich eher an wie zwei Freundinnen, die zusammen in Urlaub gefahren sind, und das war es vor allem – die andere Vorteile wegen Sprachen und so kamen einfach dazu!

Jetzt seid ihr dran

Wie sind eure Erfahrungen mit Sprachtandems? Habt ihr Tips für andere Lernende? Was macht einen guten Sprachenaustauschpartner und wie lernt man am Besten zusammen?



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